Johannes-Gruß, 19. Januar

Liebe Johannesgemeinde und liebe Freunde,

wenn ich Gänse fliegen sehe, muss ich hinschauen. Mich faszinieren diese Pfeile am Himmel. 

Heute morgen, zum Beispiel: Am frostblauen Himmel formiert sich eine Eins aus Wildgänsen. Wo wollen die eigentlich hin, im Januar? Kommen sie oder gehen sie? Was sind die Beweggründe?

Vielleicht fliegen sie ja nur für mich.
Als Unterbrechung. 
Als Pfeil am Himmel.
Wo geht es mit mir hin?
Was ist das große Ziel?
Mit wem bin ich eigentlich unterwegs?
Und wer versteht meine Beweg-Gründe? 

Gott sieht die Enden der Erde und schaut alles, was unter dem Himmel ist. (Hiob 28,24)

Wir laden herzlich zum Gottesdienst ein, nicht um Sie in Bewegung zu halten, Sie zu animieren, "in die Kirche zu rennen", eher als Zeichen, das sich vor dem Himmel formiert. Ein Zeichen, das auf Gott hinweist, nach ihm sich sehnt, auch wenn die Beweggründe andere zu sein scheinen. 
Wie die Wildgänse heute morgen.

Herzliche Grüße

Torsten Kiefer

Zurück