Warum ich Weihnachten im Schuhkarton unterstütze

Ich unterstütze die Aktion Weihnachten im Schuhkarton, weil es eine Aktion ist, die wirkungsvoll Horizonte öffnet. Die Aktion ist keine Hilfsaktion im eigentlichen Sinne. Doch gerade das ist ihre Stärke. Not leidende Kinder in Ländern der Zweidrittelwelt werden nicht einfach als Problemfälle wahr genommen. Sie werden beschenkt wie die eigenen Freundes- oder Patenkinder. Konkreten Menschen in Notlagen nicht nur zu helfen, sondern Freude zu bereiten ist eine urchristliche Eigenart. Das können groß angelegte Hilfsprogramme nicht leisten.

Darüber hinaus wird Menschen in unserer Region der Einstieg in konkrete Hilfe für Notleidende erleichtert. Die durch die Medien vermittelte Not ist oft so erdrückend, dass die eigenen Möglichkeiten hilflos erscheinen. Einem einzigen Kind Freude zu bereiten, ist aber ein überschaubarer Schritt. Und dieser Schritt öffnet einen neuen Horizont. Ein Horizont, der die Not anderer einschließt, ist die Vorraussetzung für weitergehendes Engagement für andere Hilfsprogramme.

Schließlich finde ich es gut, dass diese Aktion die eigene Kultur nicht beschämt zur Seite schiebt, sondern sie nutzt, um anderen zu beschenken. Niemand der Beschenkten soll dadurch motiviert werden, Weihnachten zu feiern. Aber doch dürfen viele wissen, dass das Weihnachtsfest bei uns dazu genutzt wird, anderen eine Freude zu machen.

Als Christen dürfen wir stolz auf den Grund dieser unserer Tradition sein: Weil Gott uns in der Geburt Jesu reich beschenkt hat, geben wir anderen Teil an dieser Freude. Das darf jeder wissen.

Susanne Kiefer

Verantwortliche 2017 in der Johannesgemeinde: Tanja Rösler

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Wo ist das?

Johanneskirche, Bugenhagenstr. 4, 17489 Greifswald